Hundeernährung im Sommer: So bleibt dein Hund fit, gesund und gut hydriert
- Michael Graf
- 25. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Wenn die Temperaturen steigen, braucht auch dein Hund eine kleine "Ernährungs-Sommerpause" vom Gewohnten. Denn was in den kühleren Monaten funktioniert, kann in der Sommerhitze schnell zu Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit oder sogar Kreislaufbelastung führen. Wie du deinen Vierbeiner durch eine angepasste Ernährung leicht, gesund und gut hydriert durch die warme Jahreszeit bringst - genau das erfährst du in diesem Beitrag.

Warum Hunde im Sommer anders fressen - oder gar nicht
Viele Hundehalter kennen das Phänomen: Sobald es draußen heiß wird, lässt der Appetit beim Hund nach. Das ist völlig normal. Denn genau wie wir Menschen haben auch Hunde bei hohen Temperaturen weniger Lust auf schweres Essen. Außerdem läuft der Stoffwechsel langsamer und der Körper versucht, sich gegen Überhitzung zu schützen - energieintensive Prozesse wie Verdauung werden auf Sparflamme geschaltet.
Zusätzlich verliert dein Hund durch Hecheln und Bewegung mehr Flüssigkeit. Daher ist es im Sommer besonders wichtig, nicht nur auf die Art des Futters zu achten, sondern auch dafür zu sorgen, dass der Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht bleibt.
Was gehört im Sommer in den Napf?
Die ideale Sommerernährung für Hunde sollte vor allem leicht verdaulich, nährstoffreich und möglichst wasserhaltig sein. Achte bei der Auswahl der Futterbestandteile darauf, dass sie den Organismus nicht zusätzlich belasten. Gut geeignet sind magere, gut verdauliche Eiweißquellen wie Huhn, Pute oder Fisch. Diese liefern deinem Hund ausreichend Energie, ohne zu "beschweren".
Dazu passen frische, wasserreiche Gemüsesorten wie Zucchini, Gurke oder Karotte. Auch etwas Obst - wie Apfelstücke, Melone oder Beeren - ist in kleinen Mengen erlaubt, sofern dein Hund es gut verträgt. Ob du barfst, kochst oder auf Nassfutter zurückgreifst: Im Sommer darf der Napf ruhig etwas "leichter" gefüllt sein. Die Energiezufuhr kann etwas reduziert werden, vor allem wenn dein Hund sich bei Hitze ohnehin weniger bewegt.
Wie du die Flüssigkeitsaufnahme förderst
Die wichtigste Regel im Sommer: Wasser, Wasser, Wasser. Stelle deinem Hund jederzeit frisches Trinkwasser zur Verfügung - und zwar nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen und unterwegs. Einige Hunde sind im Sommer allerdings kleine Trinkmuffel. In solchen Fällen kannst du das Wasser mit einem Teelöffel ungesalzener Hühnerbrühe oder einem Schuss Lachsöl geschmacklich aufwerten.
Auch das Futter selbst kann zur Flüssigkeitsversorgung beitragen. Wenn dein Hund sonst Trockenfutter bekommt, kannst du es mit warmen Wasser einweichen oder teilweise auf Nassfutter umstellen. Eine schöne Sommererfrischung ist auch selbstgemachtes Hundeeis. In kleinen Mengen angeboten, sorgt es für Abkühlung und Flüssigkeit, ohne den Magen zu belasten.
DIY-Rezept: Erfrischendes Gurken-Joghurt-Eis für Hunde 1/2 Salatgurke (geschält, entkernt), 2 EL Naturjoghurt (laktosefrei) und 1 Schuss Wasser pürieren, in Eiswürfelformen füllen, einfrieren - fertig! Wichtig: In Maßen servieren - maximal 1-2 Eiswürfel am Tag, und nur unter Aufsicht.
Das solltest du im Sommer vermeiden
Bei Hitze solltest du möglichst auf schwer verdauliches, fettreiches Futter verzichten. Auch sehr eiweißreiche Rationen (wie sie oft im Winter gefüttert werden) sind bei hohen Temperaturen weniger geeignet, da sie den Stoffwechsel stärker beanspruchen.
Wenn du deinen Hund roh ernährst (B.A.R.F.), achte unbedingt darauf, das Fleisch vorher auf Zimmertemperatur kommen zu lassen. Futter direkt aus dem Kühlschrank kann im Sommer zu Magenproblemen führen. Generell ist es ratsam, bei hohen Temperaturen eher morgens oder abends zu füttern - also zu Zeiten, in denen die Hitze nachlässt und der Kreislauf deines Hundes weniger belastet ist.
Futterreste solltest du im Sommer übrigens möglichst schnell entsorgen. Vor allem bei Roh- oder Nassfutter besteht bei Wärme ein erhöhtes Risiko für Bakterienwachstum.
Reisen mit Hund: Das gehört ins Futtergepäck
Wenn du mit deinem Hund im Sommer unterwegs bist, solltest du immer einen Reisenapf und frisches Wasser oder eine Trinkflasche dabeihaben. Auch ein paar leicht verdauliche Snacks oder ein kleiner Vorrat an gewohnter Nahrung gehören ins Gepäck - gerade auf Reisen ist eine plötzliche Futterumstellung nicht empfehlenswert.
Für längere Ausflüge eignen sich gefriergetrocknete Mahlzeiten oder vorportioniertes Nassfutter, das keine Kühlung benötigt. Und wenn dein Hund eine Abkühlung braucht: Ein befüllter Kong aus dem Gefrierschrank oder eine Leckmatte mit püriertem Gemüse sorgt für Beschäftigung und Erfrischung zugleich.
Fazit: Im Sommer zählt Leichtigkeit & Flüssigkeit
Die Sommerernährung deines Hundes muss nicht kompliziert sein - aber durchdacht. Leicht verdauliches Futter, wasserreiche Komponenten und ausreichend Flüssigkeit helfen deinem Vierbeiner, auch heiße Tage gesund und gut gelaunt zu überstehen. Beobachte deinen Hund gut: Frisst er weniger, schläft er mehr oder zeigt er Anzeichen von Trägheit, ist das bei Hitze normal. Wenn du dir unsicher bist oder dein Hund besondere Bedürfnisse hat, kontaktiere mich - denn Ernährung ist in jedem Alter und jeder Jahreszeit der Schlüssel für ein gesundes Hundeleben.
Hast du noch Fragen zur Ernährung deines Hundes im Sommer oder möchtest deinen Futterplan anpassen lassen?
Dann kontaktiere mich gerne - für einen gesunden, aktiven Sommer mit deinem Vierbeiner.